Was ist ein Styleguide?

Haben Sie sich schon mal gefragt, woher alle Angestellten oder Agenturen, die Designs für große Unternehmen gestalten, wissen, welche Farben verwendet werden müssen, wie das Logo platziert werden soll oder welche Schriftart verwendet werden darf? Wie schaffen es diese Firmen, dass der Eindruck gleich bleibt, den man von der Marke gewonnen hat? Und warum ist das eigentlich so wichtig? Genau da setzt der Styleguide an!

In ihm wird genau definiert, wie Ihre Marke nach außen hin vertreten werden soll und nichts wird dem Zufall überlassen. Denn das alles ist für Marken mit Wiedererkennungseffekt genau definiert. Sie erlangen ein einheitliches Erscheinungsbild über verschiedene Kommunikationsmittel und selbst unterschiedliche Produkte werden gleich als zu Ihrer Marke zugehörig empfunden. Die wichtigsten Punkte stellen wir Ihnen nun vor.

Kommunikation rund um die Marke

Die Art der Kommunikation, die gewählte Sprache, einheitliche Bezeichnungen, Formulierungen und Sprachstile sollten genau festgelegt werden. So bekommt die Marke einen spezifischen Sprachstil, den der Kunde mit ihr in Verbindung bringt. Wiedererkennungswert ist das Zauberwort und den schafft man nur, wenn alles jedes Mal gleich geregelt ist.

Bei der Kommunikation spielen Schlüsselwörter eine Rolle. Wie soll der Kunde angesprochen werden? Welche Begriffe interessiert die Zielgruppe und welche sollen mit der Marke in Verbindung gebracht werden? Über welche Begriffe soll die Website gefunden werden können? Wenn all diese Punkte festgelegt sind, ist es nicht mehr so schwer, ein bestimmtes Image nach außen zu tragen und die fachliche Kompetenz durch gelungene Kommunikation zu unterstreichen.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist das Handling des Logos. Um die Einheitlichkeit zu bewahren, sollte im Styleguide genau definiert sein, in welchen Farben, Kombinationen und Varianten das Logo dargestellt werden darf. Der Schutzraum um das Logo wird dort festgelegt, ebenso wie die Platzierung auf diverse Hintergründe oder in verschiedenen Layouts.

Auch ist es möglich, bestimmte Gestaltungselemente auf das Logo und die Marke selbst abzustimmen und zu definieren, wie sie im Verhältnis zum Logo platziert werden sollen. Dadurch ist es auch hier möglich, einen Wiedererkennungswert zu schaffen und diverse Medien einheitlich zu gestalten.

Schreibtisch mit Grafiktablet, Stiften und Tasse. Bildschirm mit geöffnetem Grafikprogramm und dem Wort "Logo" in der Mitte. Erarbeitung eines Styleguide.

Definitionen von Schriftarten und Farben

Auch die Auswahl der zu verwendenden Schriftarten und -schnitte wird im Styleguide festgelegt. Hier sollten Sie auch gleich festhalten, für welche Gelegenheit, in welcher Schriftgröße, Laufweite etc. die Schriftschnitte verwendet werden sollen. So folgt die Gestaltung einer klaren Linie und es wird nichts dem Zufall überlassen oder muss bei jeder Produktion nicht neu definiert werden. Das spart Zeit und Nerven.

Wir empfehlen Ihnen, im Styleguide auch genau zu definieren, welche Farben mit den dazugehörigen Farbwerten (CMYK, RGB, Hexadezimal) Sie verwenden möchten. Dabei unterscheidet man zwischen Primärfarben, die meist auch im Logo vorkommen und bevorzugt verwendet werden, und Sekundärfarben, die anteilig weniger Verwendung finden, allerdings meist dazu da sind, die Primärfarben zu unterstreichen und ein wenig Spielraum und Abwechslung in der Gestaltung zu ermöglichen.

Unterschied zu Corporate Design

Was ist nun der Unterschied zum Corporate Design? Dort werden schließlich auch Farben, Schriften, Logonutzung und Gestaltungselemente definiert. Nun, der Styleguide greift die Punkte des Corporate Designs auf und erweitert sie noch um Punkte, die zur Corporate Identity gehören. Man könnte sagen, der Styleguide ist das Benutzerhandbuch der CI für alle Angestellten oder Externen, die mit der Marke arbeiten sollen oder möchten.

Damit Sie nun Ihren eigenen Styleguide entwickeln können, haben wir nachfolgend eine Checkliste mit den wichtigsten Punkten für Sie erstellt:

  • Unternehmenswerte und Kommunikation
  • Logonutzung
  • Farbpaletten
  • Typografie und Schriftarten
  • Verwendete Slogans (falls vorhanden)
  • Powerpoint-Templates
  • Geschäftsausstattung
  • E-Mail-Templates

Fotos (v.o.n.u.): Adobe Stock/adzicnatasa – stock.adobe.com
Adobe Stock/MclittleStock – stock.adobe.com

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